Leben mit allen Sinnen, denn jeder Tag ist wertvoll

Sauerteigbrot für jeden Geschmack

Brot (18)Ich gestehe – ich liebe Brot. Insbesondere das selbst gebackene. Ich habe 2009 schon mal einen Sauerteig angesetzt und den sogar glutenfrei geführt, aber den ersten Umzug hatte der schon nicht überlebt.

Da ich mich nicht der Discounter Mentalität von „Qualitätsbrot“ unterordnen mag, backe ich nun doch wieder selbst und nach einigen „Backsteinen“ die meine Familie mit aufgesetztem Grinsen hinuntergewürgt hat, ist es echt reif für die Serienproduktion und beliebige Abwandlungen.

Erwähnte ich schon, dass ich Brot liebe?! Also nicht nur das Essen, auch das zubereiten. Es ist ein ganzer Tag voller Hingabe an dieses eine Projekt. Die Belohnung am Nachmittag: Im Haus zieht der Duft von Frischgebackenem herum und nicht nur meine Augen strahlen. Beim backen kann ich entspannen, mich konzentrieren und manchmal auch überschüssigen Druck ablassen. Wichtig dann natürlich in den Teig fließen nur die guten Gedanken und schon ist das Brot mit Liebe gemacht.

Jetzt aber zu den Fakten! Es wird ein Brot mit Endgewicht ca. 1200g

Wie ich mein Sauerteiganstellgut herstelle, beschreibe ich später mal separat, dafür brauchte es schon 4 Tage Vorarbeit.

Folie1Morgens
100 g Sauerteig Anstellgut aus dem Kühlschrank nehmen und mit
200ml warmen Wasser in einer Schüssel verrühren
200g Mehl hinzufügen und gut verrühren, so dass keine Klümpchen mehr da sind.

Nun das ganze für 2 Stunden abgedeckt ruhen lassen bei Zimmertemperatur (so um die 23 Grad), dabei schlägt der Vorteig Bläschen.

100g Teig als neues Anstellgut abnehmen und in ein sauberes (ich nehme ausgekochte Babybreiaufbewahrungsbecher) Gefäß abfüllen und im Kühlschrank lagern bis zum nächsten Brot.

Folie2Jetzt kommen hinzu:
500g Mehl (ich bevorzuge Dinkelmehl Type 1050)
15g Salz
20g Leinsamen (optional)
65g Kürbiskerne (optional, bitte vorher ne Stunde einweichen und das Wasser wegkippen)
50g Kichererbsenmehl (optional)
1 Päckchen Trockenhefe (7g)
ca. 300 ml warmes Wasser

Das ganze wird erst grob verrührt und dann ordentlich geknetet. Ich stehe auf Faltungen, da kommt ordentlich Luft unter den Teig und er geht schön auf. Wahrscheinlich werden einige Sauerteigbrotbäcker aufschreien, wie ich nur Hefe in den Teig geben kann. Aber da ich nicht noch mal 8 Stunden warten möchte, sondern nur eine weitere Stunde Gehzeit einplane, kommt bei mir die Hefe dazu. So habe ich ein reproduzierbares Ergebnis.

Nun wird also eine schöne Kugel geformt und für ne Stunde in Ruhe gelassen. Der Teig darf nicht kleben sondern muss schön geschmeidig sein. Klebt er zu viel braucht es etwas Mehl, ist er zu krümelig und gibt nicht genug nach, dann ein wenig mehr Wasser. Wichtigstes Moment ist aber kneten, kneten, kneten. Die Bestandteile müssen sich wirklich erst richtig miteinander verbinden.

Folie3Wenn der Teig sich etwa verdoppelt hat oder auch mehr, dann heize ich den Ofen vor auf 220 Grad (Ober/Unterhitze) und stelle ein Backgefäß mit Wasser in den Ofen.
Teig noch ein wenig einschneiden und für 35 Minuten in die mittlere Ebene des Ofens.

Nach der Zeit einfach ausschalten und noch 10 Minuten die Ofenklappe geschlossen halten. Dann in Ruhe auskühlen lassen und den Duft genießen. Auch wenn es schwer fällt, anschneiden erst, wenn es ausgekühlt ist, sonst zerreist die schöne Krume.

Also dann ran an die Brote und lecker Aufstriche dazu ausprobieren. Die gibt es demnächst hier im Blog.

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